Gezeitenkonzerte

Nicola Jürgensen und das Klenke Quartett auf Gut Horn

 

„Sturm und Klang“ lautet das diesjährige Motto der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft. In den Veranstaltungen präsentieren sich renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland ebenso wie der junge und talentierte Nachwuchs. Der besondere Reiz der Konzerttage sind die außergewöhnlichen Aufführungsorte. Dorfkirchen, Schlösser, Parklandschaften und Museen bieten eine faszinierende Bühne.

Der künstlerische Leiter, Prof. Matthias Kirschnereit, hat wieder ein fulminantes Programm zusammengestellt. Dazu gehört der Auftritt der Klarinettistin Nicola Jürgensen (Bild) und des Klenke Quartetts auf Gut Horn in Gristede (Ammerland) am 13. Juli 2017. Von Bach über Strawinsky und Haydn bis zu Mozarts legendärem „Stadler-Quintett“ reicht ihr gemeinsames Programm. Nicola Jürgensen konzertierte mit dem Beethovenorchester Bonn, dem Rundfunkorchester Berlin, den Hamburger Symphonikern, den Orchestern der Staatstheater Braunschweig, Kassel und Saarbrücken und ist Soloklarinettistin im WDR Sinfonieorchester Köln. Das Klenke Quartett – Annegret Klenke (Violine), Beate Hartmann (Violine), Yvonne Uhlemann (Viola) und Ruth Kaltenhäuser (Violoncello) – wurde 1991 an der Musikhochschule Weimar gegründet und gilt in unveränderter Besetzung als eine der profiliertesten Formationen Europas.

Das Konzertfestival der Ostfriesischen Landschaft ist aus dem Sommer nicht mehr wegzudenken und begrüßt das Publikum in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal.

Kammermusik am Watt

Direkt hinter der Schleuse mit freiem Blick auf das Wattenmeer haben die Kammermusik­tage am Vareler Hafen inzwischen auch überregional einen ausgezeichneten Ruf. Schon zum fünften Mal finden die Konzerttage statt (Bild). Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, klassische Musik an der Küste zu genießen, während sich das Rauschen des Windes oder der Ruf einer Möwe unter Piano- und Geigenklänge mischen.

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Die Palette des Malers

Radziwill-Ausstellung im Franz Radziwill Haus in Dangast

 

Zwischen Bergen und Rotterdam sei Dangast „die farbigste Ecke der Welt“, schwärmte Franz Radziwill (1895–1983) über seine Wahlheimat am Jadebusen. Auf den Spuren der Brücke-Maler schuf er farbgewaltige Ölbilder aus ungemischtem Rot, Blau, Gelb und Grün. Schon bald wurde die expressionistische Formensprache von einer altmeisterlichen Manier abgelöst, doch die leuchtenden Farben blieben erhalten. Den freien Umgang mit der reinen Farbe, den Radziwill als junger Maler verinnerlicht hatte, verband er mit präziser Sachschärfe der äußeren Form. Aus dem Miteinander flächenbetonter Farbigkeit und räumlicher Hell-Dunkel-Effekte entstand eine einzigartige Malweise, die Radziwills Werken ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Immer wieder kombinierte der Maler die naturgetreue Darstellung mit einer gesteigerten Farbigkeit, die seine Bilder magisch auflädt.

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Zwischen Nacht und Tag

Fotografische Werke von Ralf Peters – Ausstellung in der Kunsthalle Wilhelmshaven

 

Von wegen einfach fotografiert. Ralf Peters lichtet die Dinge gleich mehrfach ab – oder auch stundenlang. Die Aufnahmen verwandelt er in Bilder, die uns die Ehrlichkeit des ­Fotos nur vorgaukeln. Peters spielt mit unserem Begriff der Fotografie, deren ursprüng­licher Verdienst es doch war, einen Moment der Wirklichkeit festzuhalten. Bis heute gilt das Medium als objektiv, obwohl wir doch alle längst um die Trickkiste der technischen Bearbeitung wissen. Den Wahrheitsgehalt in der Bilderflut hinterfragen wir nur allzu selten. Und wenn: könnten wir die Realität im digitalen Zeitalter überhaupt noch vom Trugbild unterscheiden? 

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Höchste Eisenbahn

150 Jahre Zugverkehr in Oldenburg – Jubiläumsausstellung im Stadtmuseum Oldenburg und im Museumsdorf Cloppenburg

 

Die 150-jährige Erfolgsgeschichte der Eisenbahn im Herzogtum Oldenburg wird derzeit in einer groß angelegten Doppelschau gewürdigt. Das Stadtmuseum Oldenburg und das Museumsdorf Cloppenburg zeigen gemeinsam eine kulturgeschichtliche Ausstellung. Sie beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven die enge Verknüpfung zwischen der Entwicklungsgeschichte der Eisenbahn und dem Ausbau der Wirtschaft. 

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