Kammermusik am Watt

Direkt hinter der Schleuse mit freiem Blick auf das Wattenmeer haben die Kammermusik­tage am Vareler Hafen inzwischen auch überregional einen ausgezeichneten Ruf. Schon zum fünften Mal finden die Konzerttage statt (Bild). Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, klassische Musik an der Küste zu genießen, während sich das Rauschen des Windes oder der Ruf einer Möwe unter Piano- und Geigenklänge mischen. Am 9. August 2017 tritt das Streichquartett/­-sextett Diverso auf, das 2013 von jungen Absolventen europäischer Universitäten in Berlin, Posen, Breslau und Manchester gegründet wurde. Mit der Vielfalt an Einflüssen, die sie zusammentragen, ist die Gruppe bereits europaweit sowie in Japan, Korea, China, Indien und Russland aufgetreten. Am Vareler Hafen stehen Tschaikowsky, Mozart und Haydn auf dem Programm. Am 11. August 2017 folgt ein Klavierabend mit Raluca Stirbat. Die rumänische Pianistin feierte als Zehnjährige ihr Konzertdebüt und trat als Wunderkind mit den wichtigen Orchestern Rumäniens auf. Ausgestattet mit Temperament, Stilsicherheit und technischer Bravour entwickelt sie brillante Interpretationen voller Energie. Sie spielt Stücke von Beethoven, Schumann und Enescu. Am 13. August 2017 kommt das Kairos Quartett aus Berlin nach Varel. Das hochkarätig besetzte Streich-Quartett widmet sich vornehmlich der Musik des ausgehenden 20. und des jungen 21. Jahrhunderts. John Cage und Luciano Berio gehören zu ihrem Repertoire. Ebenfalls am 13. August 2017 enden die Kammermusiktage mit den Uraufführungen der neuen Preisträgerkompositionen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Musik der Universität Oldenburg wurde der „Vareler Kompositionspreis“ vom Verein zur Förderung der Kammermusik am Vareler Hafen e.V. zum dritten Mal ausgeschrieben. „Das Wagnis, über die Aufführungen hinaus einen Förderpreis für zeitgenössische Kammermusik zu installieren, hat sich gelohnt“, freut sich Joachim Meencke als Vorsitzender.