„Berne bringt .... das besondere Konzert“ 2021

Klassik am Warflehter Deich

Die Konzerte in der Schifferkirche St. Marien, die seit 2008 jährlich stattfinden, haben sich als Veranstaltungsformat mit hohem Niveau längst etabliert. Eine Besonderheit der Konzertreihe ist, dass die einzelnen Aufführungen von den Musikerinnen und Musikern eigens und ausschließlich für Warfleth konzipiert werden. Überdies wird für jedes Konzert ein besonderes Rahmenprogramm geplant. „Es finden Künstlergespräche und Literaturlesungen statt und Gedichte werden rezitiert“, so der Veranstalter Reinhard Rakow. In der besonderen Kombination von Musik und Wort sind die Konzerte ausnahmslos Unikate, die so konzipiert nur in Warfleth stattfinden. In diesem Jahr stehen zehn Termine mit ausgewählten Stücken unterschiedlicher Epochen auf dem Programm.

Den Auftakt machen Ariadne Daskalakis und Nina Tichman mit dem Konzert „Mozart und die Moderne“ am Sonntag, den 4. Juli. Die amerikanisch-griechische Geigerin Ariadne Daskalakis ist Leiterin der Europäischen Musikakademie im italienischen Montepulciano sowie des Internationalen Festivals „Music from Land’s End“ in Wareham/Massachusetts. Im Spielduktus an die historische Aufführungspraxis angelehnt, gilt sie vielen Kritikern als „die“ perfekte Mozart-Geigerin. Sie spielt zusammen mit der amerikanischen Pianistin Nina Tichman, die an der Juilliard School New York graduierte. Als inzwischen emeritierte Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Köln leitet sie Meisterkurse in der ganzen Welt.

Am Freitag, 16. Juli, kommt Elisabeth Kufferath auf die Bühne. Die Professorin für Violine an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ist eine sehr vielseitige Künstlerin. Sie spielt Geige und Bratsche in Streichquartetten und Solokonzerten. In Warfleth tritt sie solo auf. Stücke von Bach, Berio und Zimmermann stehen auf ihrem Programm. 

Valentino Worlitzsch, Cello, und Elisabeth Brauß, Klavier, sind am Sonntag, den 18. Juli, mit Interpretationen von Beethoven, Schubert und Kodaly zu Gast. Der Cellist Valentino Worlitzsch, Jahrgang 1989, ist fester Solocellist des hr-Sinfonieorchesters und Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise. Die 1995 geborene Elisabeth Brauß studierte am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Sie gastierte bereits am Konzerthaus Berlin, in der Hamburger Laeiszhalle, am Mariinksy Theater in St. Petersburg, beim Beethovenfest Bonn sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Internationale Konzertreisen führten sie nach Norwegen, in die Ukraine, USA, China und Taiwan.

Am Sonntag, den 25. Juli, folgt das Konzert von Claire Huangci mit Stücken von Beethoven und Liszt. Die Pianistin gilt als Wunderkind. Gerade neun Jahre alt, gewann sie als jüngste Teilnehmerin aller Zeiten die Goldmedaille beim World Piano Competition in Cincinnati. Mit zehn gab sie im Weißen Haus ein Privatkonzert für Bill Clinton. Der internationale Durchbruch gelang ihr als Sechzehnjähriger mit dem Gewinn des Internationalen Chopin Wettbewerbs in Warschau. 2018 gewann sie den Ersten Preis beim Concours Géza Anda in Zürich, der als einer der härtesten Klavierprüfungen der Welt gilt.

Im August geht es hochkarätig weiter. Am Sonntag, den 1. August, kommt das Trio Manami Ishanti-Stiehl, Jihye Seo-Georg und Benjamin Stiehl in die Schifferkirche. Alle drei – sie spielen Klavier, Violine und Cello – sind Mitglieder der Kammerphilharmonie Bremen. Am 8. August fragen Liv Migdal, Nadja Migdal und Daniel Gerzenberg das Publikum, warum die Schöpfungen von Komponistinnen in den Konzertprogrammen so selten sind. Die Schwestern Liv, vielfach ausgezeichnete Geigerin, und Nadia Migdal, 2011 in der Fachzeitschrift „Theater heute“ als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert und an vielen Theaterhäusern zu Gast, beschäftigen sich gemeinsam mit dem Pianisten und Lyriker Daniel Gerzenberg mit den Gedanken und Klangwelten von Dichterinnen und Komponistinnen. Das Konzert trägt den Titel „Genial vergessen – Frauenpower vom Barock bis in die Moderne“. Am 14. August spielt der amerikanische Pianist Ben Kim Interpretationen von Schumann und Rzewski und am 15. August treten Elisabeth Champollion und Falko Wermuth auf. Ihre Instrumente sind Blockflöte, Truhenorgel und Klavier. 

Am 25. September ist nochmals die Geigerin Liv Migdal zu Gast, dann mit dem Pianisten Nicholas Rimmer. Sie spielen zusammen Werke von Schubert. Am 26. September wird ein Solokonzert von Nicholas Rimmer mit Musik von Bach und Kurtág die diesjährige Konzertreihe abschließen.

 

Nähere Informationen und Karten erhalten Interessierte bei 

Reinhard Rakow, Telefon: 04406-920046, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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