Heimspiel

Michael Beutler stellt im Kunstverein Oldenburg aus

Michael Beutler schafft große begehbare Installationen. Der geborene Oldenburger kommt zu einem Heimspiel und füllt die Räume des Oldenburger Kunstvereins (Ausstellung vom 23. August bis 11. November). Beutlers Werk ist durch eine prozesshafte Arbeitsweise bestimmt. Er gebraucht einfache, handelsübliche Materialien, die häufig aus dem Baumarkt stammen: Baulatten, Ziegelsteine, Aluminium, Estrich oder Plastikfolie. 2004 zeigte der Oldenburger Kunstverein – kurz OKV – Beutlers erste institutionelle Einzelausstellung. Da seine Arbeiten erst innerhalb der jeweiligen Ausstellungsräume entstehen, ist zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Magazins noch keine Vorschau möglich. 

 

1976 geboren, hat Beutler von 1997 bis 2003 an der Städelschule in Frankfurt am Main und 2000 bis 2001 an der Glasgow School Art studiert. 2005 erhielt der Bildhauer den Förderpreis der Kulturstiftung der Öffentlichen Ver­sicherungen Oldenburg und baute zu diesem ­Anlass eine lange Reihe von leuchtend gelben dreieckigen Formen, die vor dem Stadtmuseum mäanderte. Längst erfährt Beutlers Kunst große Aufmerksamkeit, die 2015 in einer Einzelpräsentation im international renommierten Museum Hamburger Bahnhof in Berlin einen Höhepunkt erfuhr. Im vergangenen Jahr war er mit einem Projekt auf der Biennale di Venezia beteiligt, berichtet Jörg Kinner, Geschäftsführer des OKV. Im Kunstverein wird er auf die Architektur des Hauses Bezug nehmen und weitere Künstler einladen, sich an seiner Idee zu beteiligen.